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Mit feierlichen Klängen und stimmungsvoller musikalischer Umrahmung hat die Kreisjägervereinigung Dillingen am Samstag, den 08.11.2025 im Haus der Jäger in Wertingen ihre traditionelle Hubertusmesse gefeiert. Die einmal im Jahr stattfindende Hubertusfeier gilt als besonderer Höhepunkt im Jahreslauf der Jägerschaft und zog zahlreiche Gläubige, Mitglieder und Ehrengäste an.

Unter den Gästen befanden sich Landrat Markus Müller, die Bürgermeister Willy Lehmeier (Wertingen) und Frank Kunz (Dillingen), die bayerische Jagdkönigin Diana Merkle, Kreisbäuerin Annett Jung und Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Klaus Beyrer sowie Georg Winter als Vertreter des Landtagsabgeordneten Manuel Knoll.
Den feierlichen Gottesdienst leitete Pater Tomasz Wesolowski, der die Anwesenden dazu einlud, innezuhalten und Dankbarkeit für die Schöpfung zu empfinden. Auf sehr feierliche und humorvolle Weise brachte er die Achtung vor der Schöpfung zur Geltung. Für die musikalische Gestaltung sorgten drei Jagdhornbläsergruppen, deren Darbietungen den Gottesdienst eindrucksvoll untermalten und die enge Verbindung von Glaube, Natur und jagdlichem Brauchtum zum Ausdruck brachten.

Vorsitzender Andreas Brandl brachte in seiner Festrede zum Ausdruck, dass die freilebenden Wildtiere in den intensiv genutzten Feldern und Wäldern mehr denn je den Schutz der Jäger benötigen, um einen artgerechten, gesunden und zugleich angepassten Wildbestand zu erhalten. Damit gibt die Kreisjägervereinigung Dillingen all jenen Lebewesen eine Stimme, die selbst keine haben. Die Jäger stellen sich schützend vor ihr Wild und die anderen freilebenden Geschöpfe, damit auch kommende Generationen diese noch in ihrem angestammten Lebensraum erleben können.

Landrat Markus Müller würdigte in seinem Grußwort für Landkreis und Stadt das unverzichtbare, vielfältige Engagement der gesamten Jägerschaft. Die Hubertusmesse erinnere eindrucksvoll an unsere Verpflichtung gegenüber der Schöpfung. So verdeutliche die Kreisjägervereinigung Dankbarkeit und Verantwortung gleichermaßen. Er dankte dem ersten Vorsitzenden der KJV Andreas Brandl und seiner Vorstandschaft für ihren enormen Einsatz und die gute Zusammenarbeit bei vielen Sachthemen.

Bei den von Stefan Betz und Andreas Brandl vorgenommenen Ehrungen wurde Manfred Schussmann für seine Verdienste um das Bläserwesen mit dem Jagdhornbläserehrenzeichen in Bronze geehrt. Zudem wurden besondere Ehrungen verliehen: für 70-jährige Mitgliedschaft, vier für 65 jährige, eine für 60-jährige sowie Ehrungen für 40- und 25-jährige Mitgliedschaften.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Jägerschlag, bei dem die Jungjägerinnen und Jungjäger feierlich in die Reihen der Jägerschaft aufgenommen wurden. Dieses traditionelle Ritual wurde von Willi Ganzenmüller und Bernd Hanel vorgenommen Es markiert den Abschluss der jagdlichen Ausbildung und den Beginn eines neuen Abschnitts im Jagdleben.

Nach dem Gottesdienst, den Ehrungen und dem Jägerschlag klang der Abend bei geselligem Beisammensein aus. Neben den heimischen Wildspezialitäten konnten sich die Besucher an Informationsständen rund um die Jagd informieren.
Am Ende zeigte sich Andreas Brandl sichtlich erfreut über eine rundum gelungene Feier, die alle Erwartungen erfüllte und der Öffentlichkeit Einblick in das Wirken und Denken der Jägerschaft ermöglichte. Weiterhin freute er sich über mehrere hundert Besucher.

Die bayerische Jagdkönigin Diana Merkle wünschte sich am Ende der Veranstaltung, dass die Jägerschaft auch in der Öffentlichkeit als das wahrgenommen wird, was sie ist – Fürsprecher des Wildes, Naturschützer und Bewahrer eines gelebten Brauchtums. „Heute sind wir Jäger die Anwälte des Wildes, und es gibt kaum eine Zeit, in der wir in dieser Rolle mehr gebraucht werden als jetzt“, betonte sie.

Text: Christoph Biebel, Bilder: Markus Rieder